Knapp vorbei ist auch daneben!
Missverständnisse kosten Sie eine Menge Geld. Haben Sie das wirklich übrig?

Ich erinnere mich, als wir vor vielen Jahren nach Baden-Württemberg gezogen sind - an die Schweizer Grenze. Meine Schwester kam gerade in die erste Klasse. Am Ende des Schuljahres gab es die ersten richtigen Zeugnisse. Am nächsten Tag fand ich sie in der Küche, vor Wut schäumend, in einem heftigen Streit mit ihrem neusten Freund – gleiches Alter jedoch aus der Schweiz. Ich hörte die Sätze: »Was Du hast 3 Einser? Mann bist Du blöd.« »Nein, Du bist blöd - mit lauter Sechser!« Als sie mich entdeckten sollte ich den Streit schlichten, besser gesagt natürlich – zu ihren Gunsten entscheiden. Es dauerte eine Weile, bis die beiden begriffen, dass die Note 1 in Deutschland dasselbe bedeutet wie die Note 6 in der Schweiz.
Natürlich lässt sich nicht jedes Missverständnis so schnell aus der Welt schaffen. Sicher fällt ihnen auch ein Beispiel ein, bei dem Sie mit Herzblut gestritten haben und dann stellte es sich als Missverständnis heraus. Oft ist dann schon sehr viel Zeit und Energie vergeudet worden.

Die Zeit, die hierbei verschwendet wird, kostet das Geld Ihrer Firma!

Doch Sie können dem vorbeugen, indem Sie fünf Regeln beherzigen.

1. Guten Draht zum Mitarbeiter aufbauen – dabei natürlich auch die Körpersprache berücksichtigen
Dazu gehört, nicht nur zu reden, wenn etwas Wichtiges ansteht, sondern auch mal small talk zu machen. Schauen Sie öfter bei den eigenen Mitarbeitern vorbei und entdecken Sie Gemeinsamkeiten. Geben Sie auch Dinge von sich selbst preis und fragen Sie nicht nur die anderen aus. Entwickeln Sie ein Gefühl für die Bedürfnisse des Einzelnen. Mit einer guten Basis lassen sich Missverständnisse leichter aus dem Weg räumen.
2. Genau zuhören!
Konzentrieren Sie sich vollständig auf Ihr Gegenüber. Schalten Sie Störungen (wie Telefon, e-mail…) aus. Signalisieren Sie Ihrem Gesprächspartner, dass er wichtig für Sie ist. Fassen Sie mit Ihren eigenen Worten zusammen, was Sie verstanden haben.
3. Erst Fragen - dann bewerten.
Bevor Sie Ihre Bewertung abgeben fragen Sie so lange nach, bis Sie alles wirklich verstanden haben. Oft reichen ein / zwei Worte aus, um uns in eine ganz andere Richtung denken zu lassen.
4. Sobald Sie dieses komische Bauchgefühl beschleicht, gleich etwas sagen, zusammenfassen, richtig stellen oder fragen.
Warten Sie nicht, bis Ihr Gefühl sich ausweitet. Denn dann wird aus Enttäuschung oder Irritation leicht Wut und die ist ein schlechter Berater, was konstruktive Vorschläge angeht.
5. Täglich neu anfangen!
Motivieren Sie sich jeden Tag neu für die konstruktive Kommunikation mit Ihren Mitarbeitern. Reservieren Sie täglich Zeit für die Kommunikation. Lassen Sie nicht zu, dass Sie durch Zeitmangel Ihre wertvollste Resource – Ihre Mitarbeiter - vernachlässigen.

Erst verstehen, dann verstanden werden!

Und: Vergleichen Sie sich nicht mit Ihren Kollegen.
Denn: Die wirkliche Führungspersönlichkeit fängt dort an, wo der Vergleich aufhört.
Definieren Sie Ihren eigenen, ganz persönlichen Stil.

Und denken Sie ab und zu an
Baltasar Graciany Morales, der gesagt hat:

Ein schöner Rückzug ist ebenso viel wert wie ein kühner Angriff.

Überprüfen Sie in der Hinsicht Ihre Organisation und Ihre Informationspolitik!

Brauchen Sie Unterstützung bei persönlichen Entscheidungen?

Schreiben Sie mir eine e-mail oder rufen sie mich an, dann überlegen wir gemeinsam, was ich für Sie tun kann.
Ich sage Ihnen das direkt, was andere nur hinter Ihrem Rücken über Sie reden!

Kategorie ALLE, Kommunikation, Führung, Kühler Kopf, Tipps by Petra Schächtele.

Sie haben richtig gelesen. Heute geht es um Lamas, besser gesagt um ein ganz besonderes Lama, nämlich um Paolo, das schönste und intelligenteste Lama, das Sie hier finden können.

Doch sehen Sie selbst:

Mein Paolo ist ein ganz außergewöhnliches Lama - das schönste, größte und klügste. Er besitzt ein wunderbar weißes, weiches Fell und hat mir gezeigt, wie wenig ich mit über 100 Kg an der Leine ausrichten kann, wenn er nicht will.
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»Sagen Sie mal, was machen Sie eigentlich schnell?«
»Naja, von einem Buchhalter ist ja wohl kein unternehmerisches Denken zu erwarten.«
»Das können Sie aus Ihrer Froschperspektive heraus gar nicht beurteilen.«

Das alles sind Aussagen von Vorgesetzten, die damit »nur provozieren« wollten.
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Starke Chefs vergessen manchmal, schwächere Mitarbeiter nach deren Lösungsvorschlag zu fragen. Lieber geben sie gleich selber einen »Ratschlag«, der dann oft tatsächlich als demütigender »Schlag« empfunden wird.
Verstärkt wird dieser Eindruck, wenn es sich bei dem Rat um eine Selbstverständlichkeit handelt, die dann auch noch mit dem Wörtchen »muss« eingeleitet wird. Wie zum Beispiel:

»Da müssen Sie halt den Kundendienst anrufen!«

Überlegen Sie einmal: Würden Sie jemanden einstellen, der nicht selbst auf die Idee kommt, bei einem technischen Problem den Kundendienst anzurufen? – Sehen Sie!
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Sie müssen für Ihre Entscheidungen den Kopf hinhalten. Das ist richtig. Doch müssen Sie auch selber alle Entscheidungen alleine vorbereiten?

NEIN!
Denn:

  • Entscheidungen sind Chef-Sache!
  • Vorbereitung ist gemeinsame Arbeit.
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