9.08.2007
8. Tipp: Wollen - können - dürfen oder: Was man von einem Lama zum Thema Führung alles lernen kann
Sie haben richtig gelesen. Heute geht es um Lamas, besser gesagt um ein ganz besonderes Lama, nämlich um Paolo, das schönste und intelligenteste Lama, das Sie hier finden können.
Doch sehen Sie selbst:
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Mein Paolo ist ein ganz außergewöhnliches Lama - das schönste, größte und klügste. Er besitzt ein wunderbar weißes, weiches Fell und hat mir gezeigt, wie wenig ich mit über 100 Kg an der Leine ausrichten kann, wenn er nicht will.
Doch nachdem wir einen guten Draht zueinander aufgebaut hatten, hat er mir beim Wandern sogar zärtlich in den Nacken gepustet. Bitte erwarten Sie nicht, dass Ihre Mitarbeiter das auch tun (das Pusten meine ich), doch der gute kommunikative Draht wird Sie Hürden leichter nehmen lassen. Am besten werden Sie mit anderen Menschen auskommen, wenn Sie selbst authentisch bleiben.
Was ich von meinem Paolo noch gelernt habe:
Es gibt einen großen Unterschied zwischen wollen, können und dürfen.
Wollen: Paolo war nicht zu bewegen, über die raschelnde Plane zu gehen. Dabei war ihm genau anzusehen, dass er keine Angst hatte. Er hatte einfach nur keine Lust. Und mit Zwang erreichen Sie bei einem Lama überhaupt nichts. Die einzige Lösung war, dass ich mir Noah, das Lama von Klaus auslieh, das problemlos mit mir die Aufgabe erfüllte.
Was bedeutet diese Erkenntnis für Ihre Mitarbeiter?
Prüfen Sie, ob Ihr Mitarbeiter eine Aufgabe nicht erledigen will, oder ob er es nicht kann. Liegt’s am Wollen, so führen Sie ein Gespräch mit dem Mitarbeiter, schauen Sie noch einmal genau, wo seine Stärken liegen (vielleicht fühlt er sich ja unterfordert) und fordern Sie Loyalität ein. Motivieren Sie und verteilen Sie ggf. die Aufgaben entsprechend neu unter Ihren Mitarbeitern, entsprechend Neigungen und Stärken.
Können: Im Anschluss an den Parcours sind wir noch mit dem Lamas im Wald gewandert. Einen Hund kann ja jeder ausführen, aber ein Lama? Leider hatte es vorher ziemlich geregnet, so dass die Wege zum Teil sehr matschig waren. Ich rutsche aus und wäre, ohne Paolos Hilfe – an dem ich mich schnell festgehalten habe, mitten im Matsch gelegen. Menschen können sich auf diesem Untergrund einfach nicht so gut fortbewegen wie ein Lama, das absolut trittsicher ist.
Was bedeutet diese Erkenntnis für Ihre Mitarbeiter?
Prüfen Sie, ob Ihr Mitarbeiter eine Aufgabe nicht erledigen will, oder ob er es nicht kann. Liegt es am Können, so überprüfen Sie die Qualifikation und schicken Ihren Mitarbeiter auf entsprechende Weiterbildungen und Schulungen. Oder stellen Sie ihm jemanden an die Seite, der es kann. An dem kann er sich dann entweder festhalten oder die Vorgehensweise abschauen. Das Erfolgserlebnis ist umso größer, je größer die Hürde ist, die ein Mitarbeiter nehmen muss, um eine Aufgabe adäquat erfüllen zu können.
Dürfen: Paolo genießt Waldspaziergänge wohl auch deshalb sehr, weil ihm die Flora des Waldes so vorkommen muss wie für unsereins ein kaltes Buffet. Viele Arten von Blättern und Gräsern sind eine willkommene Bereicherung seines Speiseplans. Doch bei Lamas gibt es zwei strikte Regeln: Kein Farn und kein Efeu! Er durfte alles fressen, außer diesen beiden. Und ich musste darauf aufpassen, denn hier sind Lamas eher uneinsichtig.
Was bedeutet diese Erkenntnis für Ihre Mitarbeiter?
Prüfen Sie, ob Ihr Mitarbeiter eine Aufgabe überhaupt erledigen darf. Gibt es andere, die diese Aufgabe für sich beanspruchen, ist sie auf einer Hierarchiestufe angesiedelt, zu der Ihr Mitarbeiter keinen Zugang hat, werden von irgendjemandem bewusst Informationen zurückgehalten, damit die Aufgabe nicht vollständig erfüllt werden kann…?
Überprüfen Sie in der Hinsicht Ihre Organisation und Ihre Informationspolitik!
Brauchen Sie Unterstützung bei persönlichen Entscheidungen?
Schreiben Sie mir eine e-mail oder rufen sie mich an, dann überlegen wir gemeinsam, was ich für Sie tun kann.
Ich sage Ihnen das direkt, was andere nur hinter Ihrem Rücken über Sie reden!
Und wenn Sie auch einmal mit Paolo wandern wollen, so schauen Sie hier:



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